Ok, kommen wir zurück zur Realität. Du hast nicht Suizid begangen, der erste Kuss wurde auch nicht abgelehnt. Kurz: Du lebst in einer Beziehung. Eine Beziehung ist ja schön und gut, aber sie muss nun ausgebaut werden und es darf niemals aufgegeben werden, an einer Beziehung zu arbeiten. Sich zurücklehnen und Dinge schleifen zu lassen mag für eine kurze Weile in Ordnung sein, es darf jedoch nicht zur Regel werden, sondern muss eine Ausnahme bleiben. Um eine Beziehung aufrecht zu erhalten, dürften die folgenden Dinge von äußerster Wichtigkeit sein:
1. Sei du selbst
Wenn du für deinen Partner etwas empfindest, dann versuche, ihn so zu verstehen, wie er auf seine eigene Weise ist. Dies musst du deinem Partner jedoch ebenfalls erlauben. Zeige dich also so, wie du bist. Ihr müsst in der Folgezeit verschiedene Übereinkünfte in allen möglichen Lebensbereichen treffen. Hoffnungen, Ängste, Ziele, Stärken, Schwächen, Ideen und auch die Sexualität muss offengelegt werden. Zeige deinem Partner, was du empfindest. Wenn du es nicht zeigen kannst, dann sag es ihm! Verberge niemals deine wahren Gefühle!
Wenn du zum Beispiel bisexuelle Empfindungen hast, dann wirst du diese nicht ewig vor deinem Partner verbergen können. Ihr müsst darüber reden und wer weiß – vielleicht zeigt sich dein Partner gegenüber deinen Wünschen offen. Wir wollen hier nicht noch weiter ins Detail gehen, da die angesprochenen Themen potentiell unendlich sind – und genau dies macht den Reiz einer Beziehung unserer Meinung nach aus!
2. Miteinander sprechen
Ohne Kommunikation kann eine Beziehung nicht wachsen und unter Umständen auch nicht andauern. Mach deine Wünsche und Forderungen deinem Partner klar, sei dir aber bewusst, dass ihr in einer Beziehung seid und eine Beziehung auch von Kompromissen lebt. Kommunikation ist die Luft, von der eine Beziehung lebt.
3. Treue und Vertrauen
Du solltest in der Lage sein, deinem Partner zu vertrauen und umgekehrt. Dies beinhaltet aber nicht nur die herkömmliche Vorstellung von Treue, sondern auch, dass ihr füreinander da seid, wenn ihr euch gegenseitig braucht. Vertrauen kommt vielleicht nicht von heute auf morgen, aber es kann beständig anwachsen. Es kann dennoch erstaunlich sein, wie schnell Vertrauen verloren geht, wenn ein Partner das gegenseitige Vertrauen missbraucht. Unter Umständen liegt es nicht an der, wenn dein Partner dir vielleicht anfangs weniger vertraut, als es umgekehrt der Fall ist. Vielleicht wurde das Vertrauen deines Partners in einer vorherigen Beziehung stark missbraucht. Habe auch für solche Fälle möglichst viel Geduld! Es wird zu Situationen kommen, in denen ihr aus verschiedenen Gründen nicht viel Zeit für euch habt oder euch gar nicht seht. Wenn dann kein Vertrauen vorhanden ist oder das Vertrauen sowieso schon strapaziert ist, kann es keine Sicherheit geben! Es ist wichtig, dass ihr gegenseitig jederzeit auf euch zählen könnt!
4. Akzeptanz
Akzeptiere deinen Partner so, wie er ist und versuche nicht, ihn zu verändern. Zeige dich kompromissbereit und gehe in Konflikten auch auf deinen Partner zu. Menschen streiten sich oftmals über die bizarrsten Dinge (Gruß an Frau Zindler und den Maschendrahtzaun!). Aus solch einem Konflikt mit deinem Partner als Sieger hervorzugehen muss nicht unbedingt lobenswert sein, wenn die Liebe darunter gelitten hat.
5. Gegenseitiges Verstehen
Versuche, deinen Partner besser, als dich selbst zu verstehen. Wenn das Verhalten deines Partner von deinem Verhalten abweicht, solltest du auch bereit sein, nicht immer dein Verhalten als Maßstab zu setzen. Wenn du dich in die Standpunkte, Gefühle und Prinzipien deines Partners hereinversetzen kannst, dann hast du entweder eine große Gabe oder sehr viel Arbeit in die Beziehung investiert. Sehr hilfreich kann es außerdem sein, wenn du bei einem Streit versuchst, aus der Position deines Partners heraus zu argumentieren.
6. Bindungsfähigkeit
Wenn ihr euch beide einig seid, dass ihr zusammenbleiben wollt, dann solltet ihr dies auch in irgendeiner Form besiegeln. Überlege dir jedoch gut, ob du wirklich zu dem Schritt bereit bist, eine Beziehung auch auf dem Papier zu einer festen Beziehung zu machen. Viele Menschen haben heute Angst vor diesem Schritt, da sie sich dadurch zu sehr eingeengt fühlen und das Gefühl haben, dass ihnen der eine oder andere Weg "verbaut" sein könnte.
7. Eifersucht kontrollieren
Eifersucht ist ein Gefühl, dass eigentlich für Beziehungen hausgemacht ist. Das Gefühl ist für beide Partner frustrierend, wodurch auch beide Partner unter diesem Gefühl leiden. Die Person, die eifersüchtig ist, fühlt sich hilflos und hat Angst, den anderen Partner zu verlieren. Das andere Opfer der Eifersucht fühlt sich eingeschränkt und eventuell kontrolliert. Wir haben zwar kein allgemein gültiges Rezept für Eifersucht, aber vielleicht hilft der folgende Ratschlag doch noch der ein oder anderen Person: Wenn du einen eifersüchtigen Partner hast, dann zeig ihm, dass du besorgt bist und versuche, die Ängste und Unsicherheiten deines Partners abzubauen. Die natürliche Reaktion wäre es wohl, sich stur zu stellen – damit wäre jedoch dir und deinem Partner keinesfalls geholfen.










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